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Papierindustrie ist Leitbranche der Bioökonomie

Cord Prinzhorn (Prinzhorn Group), Dr. Max Oberhumer (Sappi Austria) und Christian Skilich (Mondi)

Das Präsidium von Austropapier sieht im Energiebereich noch Potenziale, wo die Industrie als Energiepartner wichtige Beiträge für die Netzstabilität leisten könnte. Im Bild vlnr: Cord Prinzhorn (Prinzhorn Group), Dr. Max Oberhumer (Sappi Austria) und Christian Skilich (Mondi). © Peter Hautzinger

Die österreichische Papierindustrie – sie umfasst 24 Betriebe mit rund 7.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – hat sich durch die vollständige Nutzung des wertvollen Rohstoffs Holz zunehmend zur Leitbranche der Bioökonomie entwickelt. Sie produziert aus Holz neben Papier und Zellstoff auch biobasierte Produkte wie Kaugummizucker, Essigsäure oder Vanillin aus den Reststoffen. Letztlich noch 1.700 Gigawattstunden Ökostrom und 250 Gigawattstunden Wärme, was einem Strom- und Wärmebedarf von rund 80.000 Haushalten entspricht. Dr. Max Oberhumer, in seiner Funktion als Präsident des Industrieverbandes Austropapier, verweist in diesem Zusammenhang auf die bestehenden Potenziale der Industrieunternehmen, die es gilt zu nutzen, anstatt neue Kraftwerke zu bauen. Der beste Weg dazu wären Investitionsförderungen für Nah- und Fernwärmeanschlüsse. So würde die Bereitstellung von thermischer Energie aus industriellen Prozessen leistbar.

Wesentliche Industriekenndaten:

Produktion: 4,9 Millionen Tonnen Papier und 2,1 Millionen Tonnen Zellstoff.

Verarbeitung: 8,6 Millionen Festmeter Holz (Rundholz und Sägenebenprodukte)

Holzimport: 29,2 Prozent

Altpapiereinsatz: 2,2 Millionen Tonnen

Gesamtumsatz: 4,0 Milliarden Euro

Investitionen: 222 Millionen Euro (Großprojekte Lenzing, Frohnleiten, Traun)

Primärenergieeinsatz: 15.600 Gigawattstunden

Auskoppelung: 250 GWh Strom und 1.600 GWh Fernwärme

 

Weitere Informationen: www.austropapier.at