News

Gas Connect Austria

Zukunft schon heute erfahren mit MAN LKW

EVN Energie optimieren

Wo Energie fließt, ist auch Leben. Denn Energie ist Leben.

← Zurück zur Übersicht

eFuels – eine starke Allianz gegen den Klimawandel

Landschaft mit Straße und mit Windrädern
eFuels sind eine globale Lösung für eine globale Herausforderung.
© Unsplash

Im Jahr 1970 meldeten Wissenschaftler der Standford University einen deutlichen Rückgang der Ozonkonzentration über der Antarktis mit der Befürchtung, dass der Ozonverlust die ganze Atmosphäre erfassen könnte. Mit dramatischen Folgen für die Menschheit, denn rund 50 Prozent der vom Kosmos ankommenden UV-Strahlung werden durch das Ozon von der Erde ferngehalten. Vor allem die besonders gefährliche kurze Wellenlänge, also das harte UV wird durch die Ozonschicht aus der Sonnenstrahlung praktisch restlos herausgefiltert. Als Ursache für den Ozonschwund wurde Fluorkohlenwasserstoff festgestellt, der vor allem in den USA für Kühlgeräte und als Treibgas in der Lebensmittelindustrie und Kosmetikbranche eingesetzt wurde.

To cut a long story short: Wissenschaftler, die auf ein Verbot von FCKW drängten stießen bei Politikern auf taube Ohren, vor allem aber bei der Wirtschaft, die bei einem Verbot Dollarverluste in Milliardenhöhe prognostizierte und damit verbunden, eine Massenarbeitslosigkeit. Letztlich obsiegte die Wissenschaft und 1987 wurde im „Montrealer Protokoll“ FCKW weltweit verboten. Wissenschaft, Wirtschaft und Politik suchten und fanden klimafreundliche und wirtschaftlich vernünftige Alternative.

Politik nimmt die Autobauer und Energiebranche in die Pflicht
Ähnlich wie bei dem FCKW ist die Situation bei der globalen Klimaveränderung. Die Wissenschaft kennt bereits trotz der Komplexität des Klimas die Ursachen. Ebenso die Wirtschaft und die Politik. Es ist insbesondere das von den Menschen zu viel in die Atmosphäre gestoßene Kohlenstoffdioxid. Nur gibt es hierfür mehr Quellen als beim Ozonschwund. Es sind vor allem die exponentiell steigende Weltbevölkerung und die Industrie in ihrer großen Vielfalt. Am Transportsektor hat die Politik ein öffentlichkeitswirksames Instrument gegen den Klimawandel gefunden. Sie nimmt die Auto- und Mineralölbranche mit ihren wirtschaftlich wechselseitigen Abhängigkeiten in die Pflicht. Die Autobauer werden zur E-Mobilität verpflichtet. Die bisherigen Verkaufsziele lassen aber wenig Hoffnung auf einen maßgeblichen Anstieg der E-Autopopulation.

eFuels als Alternative zur Elektromobilität
Die Energiebranche dagegen setzt eine wirksame Klimaschutzinitiative. Es sind eFuels, eine neue Kraft- und Brennstoffgeneration. Chemisch betrachtet ist Erdöl ja nichts anderes als eine Mischung von Kohlenwasserstoffen. Diese Mischung kann – einfach wiedergegeben – mit Wasserstoff und Kohlendioxid unter Beteiligung eines Katalysators auch künstlich, also ohne die wertvolle Ressource Erdöl, erzeugt werden. Der Wasserstoff wird dabei durch Ökostrom-Elektrolyse produziert. Und jedes Gramm des eingesetzten „heimischen“ Kohlendoxids ist gut für das Klima, auch wenn durch den später erfolgten Verbrennungsprozess wieder Kohlenstoffdoxid entsteht. Ein besonders großer Vorteil von eFuels ist die Nutzung der vorhandenen Infrastruktur und die Möglichkeit des Einsatzes im globalen Flugverkehr, im maritimen Bereich und als Brennstoff.

Initiator für diese Klimaschutzinitiative ist die eFuel-Alliance. Sie wurde von dem deutschen UNITI Bundesverband mittelständischer Mineralölunternehmen gegründet und wird gegenüber den maßgeblichen politischen Entscheidungsträgern die Potenziale und Vorteile der Nutzung von klimaneutralen Kraft- und Brennstoffen vertreten.

Am 23. März 2021 hat sich Österreich mit der Gründung der branchenübergreifenden Interessensgemeinschaft eFuel-Alliance Österreich der deutschen Klimainitiative angeschlossen.

Umfassende Informationen über eFuels: www.efuel-alliance.eu