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Energiehunger in bevölkerungsreichen Ländern. EU-Statistik liefert globale Emissionsbilanz

Dr. Fatih Birol, Excecutive Director International Energy Agency bei der Präsentation des World Energy Outlook in Wien. © IEA/Verbund

Die Präsentation des World Energy Outlook 2017 der International Energy Agency, die heuer auf Einladung von Österreichs führendem Stromkonzern Verbund in Wien erfolgte, zeigt, dass das Ende der fossilen Energieträger Erdöl und Erdgas noch in weiter Ferne liegt. Viele Prognosen, wie sie auch schon der Club of Rome in 1973 stellte, dass die Vorräte an fossilen Energieträger Ende der 1990er-Jahre erschöpft wären, haben eines gemeinsam: sie stimmen nicht! Welche Länder treiben nun die Energienachfrage? Für Fatih Birol, Chef der IEA, sind es die bevölkerungsreichen Länder. Zu Beginn des nächsten Jahrzehnts wird nämlich Indien China bei der Bevölkerung überholt haben. Schon jetzt leben dort 1,35 Milliarden Menschen und so steigt auch der Energiebedarf massiv an. Er liegt derzeit bei jährlich rund 1005 Millionen Tonnen Erdöläquivalent. Und Energie aus erneuerbaren Ressourcen wird mit dem Energiehunger nicht in ausreichendem Umfang mithalten können. Steigend ist auch die Energienachfrage in Afrika, dem Mittleren Osten und Südostasien. Dagegen erwarten die Experten der IEA einen signifikanten Rückgang in Europa, ebenso in Japan und in den USA. Weitere Informationen: www.iea.org/weo.

Elektroautos allein werden die Probleme des Klimawandels nicht lösen

Angesprochen auf die sich im Wandel befindliche globale Wetterentwicklung und der damit verbundenen Veränderungen in den einzelnen Klimazonen, vertritt Fatih Birol die Ansicht, dass der Trend zur Elektromobilität kaum einen merkbaren Einfluss auf die Erderwärmung haben wird. Der Effekt auf die Reduktion der globalen Kohlenstoffdioxid-Emissionen beträgt laut IEA weniger als ein Prozent. Dies deshalb, weil viel Strom für den Betrieb der Autos noch immer aus Öl-, Erdgas- oder mit Kohle befeuerten Kraftwerken kommt. Trotzdem bereiten sich jetzt große Mineralölkonzerne auf eine Erweiterung der Treibstoffangebote an ihren Tankstellen mit der Errichtung von Strom-Schnellladesäulen vor. Die OMV hat zu diesem Zweck 40 Prozent von SMATRICS, dem österreichischen Komplettanbieter für E-Mobilität erworben und – ebenso wie Shell – eine strategische Partnerschaft mit IONITY, einem E-Mobility-Gemeinschaftsunternehmen von BMW, Daimler, Ford und Volkswagen, abgeschlossen. Weitere Informationen: www.omv.com; www.shell.com

EU-Statistik: China mit weltweit höchsten Kohlenstoff-Emissionen

Das Statistische Handbuch der Europäischen Union veröffentlich jährlich unter anderem auch die Entwicklung der klimarelevanten Kohlenstoffdioxid-Emissionen. Für das Berichtsjahr 2014 wurden von den 28 Mitgliedsländern in Summe 3606,4 Millionen Tonnen Kohlendioxid emittiert. Das waren nur 84,1 Prozent von dem Referenzjahr 1995. Österreichweit wurden im Referenzjahr 1995 rund 65,5 Millionen Tonnen ausgestoßen, die im Jahr 2014 geringfügig auf 66,2 Millionen Tonnen stiegen. Im EU-Vergleich lag der Österreichanteil damit bei etwa 1,5 Prozent.

Weltweit gesehen, lagen die Kohlenstoffdioxid-Emissionen im Jahr 2014 bei 33511 Millionen Tonnen. Der Österreichanteil betrug dabei knapp 0,2 Prozent, der von der gesamten EU lag bei 10,2 Prozent. China und die USA waren mit 27,5 Prozent respektive 15,8 Prozent die Regionen mit den höchsten Kohlenstoffdioxid-Emissionen.