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Kohlenstoffspeicher Moore: Kleine Flächen, große Wirkung

Während in der öffentlichen Debatte oft nur Wälder als Kohlenstoffsenke im Fokus stehen, speichern Moore weltweit etwa doppelt so viel Kohlenstoff wie alle Wälder zusammen. Doch einmal entwässert, stoßen sie große Mengen an Treibhausgasen aus. Derzeit etwa doppelt so viel wie der weltweite Flugverkehr jedes Jahr.

Moorlandschaft mit Grasbüscheln und Wasser
Vernässte Moorlandschaft zur Stabilisierung der Treibhausgas-Emissionen

Zum ersten Mal hat ein Team unter der Leitung des Potsdamer Instituts für Klimafolgeforschung (PIK) Moor-Emissionen auf der Grundlage von Computersimulationen in quantitative Projektionen zu der Frage einbezogen, wie die globale Erwärmung unter 2 Grad Celsius gehalten werden kann. Das Ergebnis: Die derzeitigen Szenarien zur Stabilisierung unseres Klimas berücksichtigen Moore nicht ausreichend. Um die Klimaziele zu erreichen, muss daher der Schutz und die Wiederherstellung von Mooren verstärkt werden – zum Beispiel im Rahmen der aktuellen Reform der EU-Agrarpolitik.

Moore bedecken nur etwa drei Prozent der globalen Landfläche. Ein beträchtlicher Teil ist vom Menschen für landwirtschaftliche Zwecke trockengelegt worden. Vor allem in Europa und in jüngster Zeit in Südostasien. Nach Ansicht des Studienautors des PIK stoßen sie Jahrzehnte bis Jahrhunderte lang Mengen an Treibhausgasen aus – wenn sie nicht wieder vernässt werden. Das PIK geht auch davon aus, dass durch geeignete Klimaschutzmaßnahmen die Landfläche unseres Planeten bis 2100 zu einer globalen Netto-Kohlenstoffsenke werden kann – das ist jedoch nur möglich, wenn neben dem Schutz intakter Moore auch etwa 60 Prozent der heute trockengelegten Moore in den kommenden Jahrzehnten wieder vernässt werden.

Weblink zur Studie