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Verbund baut Power-Paket an der Donau

Das Donaukraftwerk Wallsee-Mitterkirchen versorgt die größte Kraftwerks-Batterie Österreichs © Verbund

Da sich die Qualität des elektrischen Stroms nach der Frequenz-Stabilität misst, bedeuten schon geringe Abweichungen von 50 Hertz das Risiko eines Ausfalls, der sich schlimmstenfalls bis zu einem Blackout ausweiten kann. Deshalb ist die Netzstützung durch die Lieferung von Primärregelenergie ein essentieller Teil der Energiewirtschaft, um ein stabiles Stromnetz in Österreich zu gewährleisten.

Mit dem Ziel, langfristig Österreichs Stromversorgung bilanziell zu 100 Prozent erneuerbar zu gestalten und bei Bedarf zur Netzstabilisierung Primärregelenergie zu liefern, hat die Verbund AG zu einem ehrgeizigen Projekt geführt. Es handelt sich dabei um das sogenannte „Power-Paket an der Donau“ bei dem Laufkraftwerk Wallsee-Mitterkirchen, denn Wasserkraft ist zumeist ein verlässlicherer Energielieferant im Unterschied zu Sonne und Wind. Der durch Wasserkraft erzeugte „grüne Strom“ wird in diesem „Power-Paket“ gespeichert, damit bei zu niedriger Frequenz Energie in das Netz eingespeist werden kann. Bei zu hoher Frequenz besteht die Möglichkeit, auch Energie aus dem Netz zu nehmen.

Das „Power-Paket“ wurde nach knapp einjähriger Bauzeit Mitte September 2020 offiziell in Betrieb genommen. Es umfasst fünf Container, in denen sich 60.500 Lithium-Ionen-Batteriezellen befinden, die in Summe eine Leistung von insgesamt 10 MW aufweisen. Benötigt nun das Stromnetz kurzfristig eine Primärregelreserve, so wird diese am Standort überwiegend durch die „BlueBattery“, der größten Kraftwerks-Batterie Österreichs zur Verfügung gestellt, die im Anschluss immer wieder direkt durch das Wasserkraftwerk geladen wird. Die Kosten für diese „netzstabilisierende“ Investition lagen bei rund 7,2 Millionen Euro.