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Verbund schmiedet bedeutende Konzern-Allianz

Im Rahmen der Alpbacher Wirtschaftsgespräche 2017 diskutierten OMV, Verbund und voestalpine im Wesentlichen über Energiesysteme der Zukunft, das Potenzial von grünem Wasserstoff und die Entwicklung über eine Dekarbonisierung der Stahlproduktion. Im Bild (vlnr): OMV CEO Rainer Seele, Verbund CEO Wolfang Anzengruber und voestalpine-Vorstand Franz Kainersdorfer.

Sowohl die Industrie als auch die Energieversorger sehen sich in Europa gegenwärtig mit großen energiepolitischen Herausforderungen konfrontiert: Die Klima- und Energieziele der EU sehen nämlich bis zum Jahr 2030 eine Senkung der Kohlenstoffdioxid-Emissionen um 40 Prozent vor, die die energieintensive Industrie vor nahezu unlösbare Probleme stellt. Gemeinsam mit den Unternehmen voestalpine, Siemens und wissenschaftlichen Partnern hat Österreichs führender Stromkonzern Verbund von der EU den Zuschlag für die Errichtung einer der weltweit größten Elektrolyseanlagen zur Erzeugung von Wasserstoff mit Strom aus erneuerbaren Energieträgern, erhalten. Damit werden am voestalpine-Standort Linz mit einer Wasserstoff-Demonstrationsanlage die Einsatzmöglichkeiten von grünem Wasserstoff getestet, mit dem Ziel, über Brückentechnologien den sukzessiven Ersatz von Kohle und somit eine Dekarbonisierung bei der Stahlerzeugung zu erreichen.

Als weiterer Schritt der weitreichenden Industriekooperation wurde mit dem integrierten Öl- und Gaskonzern OMV eine Kapitalbeteiligung an dem E-Mobility Provider SMATRICS von 40 Prozent beschlossen. Die verbleibenden Anteile teilen sich der VERBUND mit 40 Prozent und der Technologiekonzern SIEMENS mit 20 Prozent. SMATRICS verfügt aktuell in Österreich über das einzige flächendeckende Hochladungsnetz für beschleunigtes Laden von E-Mobilen und mehr als 400 Ladepunkten mit Ökostrom aus Wasserkraft.

Im Geschäftsjahr 2017 erwirtschaftete die Verbund AG mit EUR 354,5 Millionen ein um 8,8 Prozent höheres Konzernergebnis als in 2016. Diese Entwicklung ist auf die gestiegenen Erlöse aus Flexibilitätsprodukten, vor allem aus dem Engpassmanagement, die thermische Restrukturierung und die Auswirkungen der Effizienzmaßnahmen der letzten Jahre zurückzuführen. Die Umsatzerlöse betrugen EUR 2.795,9 Millionen, das operatives Ergebnis EUR 1.044,2 Millionen, der Cashflow aus operativer Tätigkeit EUR 804,3 Millionen.