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Energiekrise ante portas. Ein Geschäft mit der Angst?

Bei der Sonderführung durch den Keller des nicht in Betrieb gegangenen Atomkraftwerks Zwentendorf wurden ein paar Kisten mit alten Filmrollen entdeckt und davon Ton- und Bilddokumente teilweise digitalisiert. Eine Perle aus der Welt der 1970er-Jahre stellt Mag. Stefan Zach, Leiter der Kommunikationsabteilung des niederösterreichischen integrierten Energiekonzerns EVN, am Youtoube-Kanal zur Verfügung. Es ist ein Streit der Emotionen und zeigt, wie die Mächtigen eines Landes aus der Politik, der Gewerkschaft, der Industrie und der Handelskammer mit Angstparolen die Entscheidung für die Inbetriebnahme des Kernkraftwerks erzwingen wollten, denn 1975 formierte sich eine Gegenbewegung. Diese führte, trotz der Drohung einer dramatischen Energiekrise, zu einer Volksabstimmung am 5. November 1978 mit einem Nein zur Atomenergie. Und es gibt bis heute keine der angekündigten Energiekrisen. Ganz im Gegenteil, Österreich ist Musterschüler in Europa, wenn es um Strom aus erneuerbaren Ressourcen, insbesondere Wasserkraft, geht.

Klimawandel – auch ein Geschäft mit der Angst?

Der Klimawandel ist nicht zu leugnen und hat viele Ursachen, an denen neben der Sonne, die das Erdklima wesentlich bestimmt, auch der Mensch mit verantwortlich ist. Das Klima ist aber viel zu komplex, um einzelnen Bereichen die Hauptverantwortung zuzuschreiben. Zwar noch nicht so dramatisch wie damals bei dem AKW Zwentendorf, aber in den Ansätzen durchaus vergleichbar ist die Kampagne der „Mächtigen“ für die Elektromobilität. Mit dem Hinweis, dass jedes mit Benzin oder Diesel betriebene Auto den Klimawandel dramatisch beschleunigen würde, wird kräftig Stimmung gemacht, die Angst geschürt und den Autofahrern eine zumindest moralische Mitverantwortung für den Klimawandel zugeschoben. Dass sich mit dem Kohlendioxid-Emissionen auch ein Geschäftsmodell entwickelt haben könnte, wird geflissentlich übersehen.