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Niederösterreich: OMV Raffinerie Schwechat sichert hohe regionale Wertschöpfung

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Ein hoher Anteil des Jahresbudgets der Stadtgemeinde Schwechat setzt sich aus Abgaben und Steuern der Raffinerie Schwechat zusammen. Im Bild: Bürgermeisterin Karin Baier mit Thomas Gangl, dem Leiter der OMV Raffinerie Schwechat und Stefan Hölbfer, Turnaround-Manager der OMV Raffinerie.

Nach Berechnungen von Dr. Christian Helmenstein, Chefökonom der Industriellenvereinigung und Mitglied des Vorstandes im Economica Institut für Wirtschaftsforschung, ist der integrierte Öl- und Gaskonzern OMV nicht nur von großer gesamtwirtschaftlicher sondern auch von regionalwirtschaftlicher Bedeutung für Niederösterreich und Wien. So lag der Beitrag zum regionalen Bruttoinlandsprodukt in Niederösterreich im Jahr 2011 bei knapp 4,7 Prozent und war damit gleichbedeutend wie der Tourismus. Bezogen auf die Arbeitsplätze lag der Beschäftigungsbeitrag der OMV bei 1,7 Prozent, das entspricht größenordnungsmäßig der Hälfte der Arbeitsplätze in der Gastronomie. In Wien war der regionalwirtschaftliche Anteil 3,1 Prozent, das ist die Größenordnung im Einzelhandel.

Kernstück des OMV Konzerns in Österreich ist die Raffinerie Schwechat, die sich seit mehr als 50 Jahren durch höchste Sicherheits-, Umwelt- und Produktstandards auszeichnet. Sie zählt mit einem Jahresproduktionsvolumen von rund 9 Millionen Tonnen zu den größten und modernsten Binnenraffinerien in Europa und ist eine der wenigen komplexen Raffinerien die – unabhängig von der Herkunft des Rohöls – alle Erdölsorten verarbeiten kann. Ein weiterer Pluspunkt ist die integrierte Petrochemieanlage, die den zur OMV Gruppe gehörenden Borealis-Kunststoffkonzern mit petrochemischen Vorprodukten beliefert.

Nach zwei Jahren intensiver Vorbereitung wurde der Vollbetrieb der Raffinerie im April 2016 zur Sicherheitsüberprüfung, dem „Turnaround“ deutlich eingeschränkt. Dabei handelt es sich um eine alle sechs Jahre wiederkehrende, verpflichtende Generalinspektion der Raffinerie mit Unterstützung des Technischen Überwachsungsvereins TÜV Austria. Was so einfach klingt wie das Abstellen der Anlagen, das Reinigen, Zerlegen, Überprüfen und dann die schrittweise Inbetriebnahme, ist eine massive logistische Herausforderung, alleine in Hinblick auf die Koordination und Versorgung der rund 2500 Expertinnen und Experten von OMV Partnerfirmen, die für die Dauer des „Turnaround“ in der Raffinerie tätig sind.