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OMV Generaldirektor Dr. Gerhard Roiss wurde Ehrensenator der Wirtschaftsuniversität Wien

Dr. Gerhard Roiss, Generaldirektor der OMV Aktiengesellschaft wurde für seine Verdienste um die Wirtschaftsuniversität Wien am 14. April 2015 im Rahmen einer feierlichen Zeremonie der Titel des „Ehrensenators“ verliehen. Dies ist, abgesehen von der rein wissenschaftlichen Ehrung, die höchste Auszeichnung, die von der Wirtschaftsuniversität Wien vergeben wird, und zwar an jene Personen des öffentlichen Lebens, die sich in einem besonderen Maße um die WU und die Förderung ihrer wissenschaftlichen Aufgaben verdient gemacht haben. So dankte Rektor Christoph Badelt in seiner Begrüßungsansprache Gerhard Roiss für die großzügige Förderung, die in Zeiten von engen Budgets nicht selbstverständlich sind und hob vor allem sein Engagement bezüglich „Investitionen in zukunftsweisende Themen wie Nachhaltigkeit“ hervor.

Rektor Christoph Badelt (re) verleiht Gerhard Roiss den Titel des Ehrensenators der Wirtschaftsuniversität Wien.

Werner Hoffmann, Professor an der WU und Leiter des Instituts für Strategisches Management betonte in seiner Rede die hervorragende Zusammenarbeit mit Gerhard Roiss, einer Spitzenführungskraft internationalen Zuschnitts, der sich bei der Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft die anglo-amerikanischen Welt zum Vorbild genommen hat. Und es war auch seine höchst persönliche Initiative, an der WU einen Stiftungslehrstuhl, ein Kompetenzzentrum und Wissenschaftsnetzwerk zum Austausch von Expertise in Energiefragen und Räume des Bibliothekszentrums zu sponsern. „Abgesehen von seinem Engagement für die WU, ist Gerhard Roiss aber auch langfristig angelegte Kooperationen mit anderen österreichischen Spitzeninstituten wie die Montanuniversität Leoben und die Johannes Kepler Universität Linz eingegangen, die über den bisher in Österreich üblichen Umfang weit hinausgehen“ so die Schlussworte von Professor Werner Hoffmann.

Norbert Zimmermann, Aufsichtsratsvorsitzender der Berndorf AG und auch Ehrensenator der WU, hob in seiner Laudatio die Persönlichkeit von Gerhard Roiss und seine Verdienste für den OMV Konzern hervor, den er, schon als Stellvertreter von Generaldirektor Wolfgang Ruttenstorfer und später als sein Nachfolger maßgeblich mitgestaltet und zum Leitunternehmen in der österreichischen Industrielandschaft ausgebaut hat. Highlights dabei waren die erfolgreiche Übernahme des rumänischen Öl- und Gaskonzerns Petrom und die Sanierung des bis dahin verlustträchtigen Petrochemiebereichs mit der anschließenden strategische Weiterentwicklung unter dem Dach des Weltklasseunternehmens Borealis, an dem die OMV mit 36 Prozent beteiligt ist.

Betroffen zeigte sich Norbert Zimmermann über die erzwungene Ablöse von Gerhard Roiss zum 30. Juni dieses Jahres, der eine vom Aufsichtsratsvorsitzenden Rudolf Kemler initiierten öffentlichkeitswirksamen Verleumdungskampagne voranging. In dieser wurden Gerhard Roiss massive Verfehlungen bei der Ausübung seines Vorstandsmandats vorgeworfen, die sich nach eingehender Überprüfung von externen Experten als völlig haltlos erwiesen haben. Überrascht war Norbert Zimmermann von der Rolle des OMV Großaktionärs IPIC. Dass die OMV Aufsichtsratsvertreter von IPIC letztlich auch gegen Gerhard Roiss stimmten, nährt nämlich den Verdacht, dass die Araber mit dem Abgang von Gerhard Roiss doch noch eine Chance für die Übernahme des 36-Prozent-Anteils der OMV an Borealis sehen, gegen die sich Gerhard Roiss bisher erfolgreich gewehrt hat, schließlich spült die Borealis-Beteiligung jährlich bis zu 500 Millionen Euro in die Konzernkasse der OMV und leistet damit einen hohen Wertbeitrag für den österreichischen Vorzeigekonzern.