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Permafrost-Temperatur ist anerkannte Klimavariable

Wie die neue globale Vergleichsstudie des internationalen Permafrost-Netzwerkes GTN-P jetzt zeigt, ist in allen Gebieten mit Dauerfrostboden – rund ein Sechstel der Landfläche unseres Planeten zählen dazu – die Temperatur des gefrorenen Untergrunds im Zeitraum von 2007 bis 2016 um durchschnittlich 0,3 Grad Celsius gestiegen. In den meisten Regionen aber steckt die Kälte seit vielen Jahrtausenden im Erdreich, sodass der Permafrost im Extremfall bis in eine Tiefe von 1,6 Kilometer reicht.

Die deutlichste Erwärmung beobachteten die Wissenschaftler in der Arktis. Dort ist in Gebieten mit einem Permafrostanteil von mehr als 90 Prozent die Bodentemperatur innerhalb von zehn Jahren um durchschnittlich 0,39 Grad Celsius gestiegen. Im Nordosten und Nordwesten Sibiriens betrug der Temperatursprung an einzelnen Bohrlöchern sogar 0,90 Grad Celsius und mehr. Zum Vergleich: Die Lufttemperatur in diesen Regionen hat sich im selben Zeitraum um durchschnittlich 0,61 Grad Celsius erhöht.

Alle diese Daten zeigen, dass sich der Permafrost nicht nur lokal und regional erwärmt, sondern weltweit und nahezu im Takt mit der Klimaveränderung, die vor allem in der Arktis zu einer starken Erwärmung der Luft und zu größeren Schneedecken führt. Beide Veränderungen bedingen nun die Erwärmung des bisher dauergefrorenen Untergrunds.

Wissenschaftlicher Ansprechpartner am Alfred-Wegener-Institut, Bremerhaven:
Dr. Boris Biskaborn, E-Mail: Boris.Biskaborn@awi.de