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Erdgas – Mythos und Wirklichkeit

© OMV
In der aktuellen Debatte um die Erkundung neuer Erdgaslagerstätten wird gerne die Behauptung in den Raum gestellt, Österreich könne bereits in den kommenden Jahren auf fossile Energieträger und so auch auf Erdgas verzichten. Zentrale Begriffe in der aktuellen Debatte zur Energiewende sind neben Energieeffizienz insbesondere Wind- und Sonnenenergie. Dabei entsteht der Eindruck, diese Energieträger können mittelfristig den Energiebedarf in Österreich nahezu alleine decken. Erdgas hingegen findet wenig Erwähnung. Im Vergleich zu Wind und Sonne wird insbesondere der heimischen Erdgasförderung eine allenfalls untergeordnete Rolle beigemessen.
Österreich ist zwar Vorreiter in Sachen Klimaschutz und Ausbau der Erneuerbaren Energien. Das Ausrufen der Energiewende allein genügt jedoch nicht. Nur Erdgas vereint sowohl ökologische als auch ökonomische Vorteile: Es ist unter den Fossilen der Energieträger mit der weitaus besten C02-Bilanz bei der Stromerzeugung, braucht keine Subventionen, ist sowohl grundlastfähig als auch flexibel einsetzbar. Erdgas punktet – sofern es aus heimischen Förderquellen stammt – auch bei der Bezahlbarkeit und bei der Versorgungssicherheit – 24 Stunden am Tag und 7 Tage die Woche. Das können die Erneuerbaren Energien auf absehbare Zeit allein nicht leisten.
Wollte man heute durch Erdgas bereitgestellte Energie durch Wind und Sonne ersetzen, müsste zügig mit dem Ausbau von Windkraft- und Photovoltaikanlagen begonnen werden. Das hierfür vorgesehene Erneuerbare-Ausbau-Gesetz (EAG), mit dem die Förderung und der Ausbau von Ökostrom geregelt wird, um Österreich bis 2040 bilanziell mit 100 Prozent erneuerbare Energie zu versorgen, wurde schon 2021 beschlossen. Ob das jetzt erst beschlossende eng damit verbundene Erneuerbare-Ausbau-Beschleunigungsgesetzt (EABG) den dringend notwendigen Energienachschub bringen kann, wird die Zukunft zeigen.

