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Energieunion – ein Leitprojekt der europäischen Integration?

IWO Symposium

Unter der professionellen Moderation von Dr. Peter Pelinka wurde „europäische Energieforschung“ diskutiert.

Mit einem Realitäts-Check der geplanten Energieunion beschäftigten sich fünf Experten aus Politik, Wissenschaft und der realen Wirtschaftswelt bei dem am 22. Oktober 2015 in Wien auf Einladung von IWO Österreich veranstalteten Fachforum. Im Wesentlichen ging es dabei um den Raumwärmemarkt, in dem – in Unterschied zum Strom- und Verkehrsbereich noch enorme Energieeffizienzpotentiale schlummern. Einigkeit herrschte über die Notwendigkeit der Gebäudesanierungen, denn laut Lukas Wernert von der EU-Generaldirektion Energie, wären rund 75 Prozent der bestehenden Gebäude in der Europäischen Union sanierungsbedürftig in Bezug auf ihren Raumwärmebedarf . Weitgehend einig waren sich die Gastreferenten auch bezüglich der steigenden Energiekosten für Endverbraucher und der daraus resultierenden Energiearmut, würden die geplanten Effizienz- und Klimaziele konsequent verfolgt werden. Hinsichtlich der EU-Energieeffizienzrichtlinie wurde angeregt, dass diese innerhalb der Europäischen Union einheitlich umgesetzt werden sollte, damit durch nationale Spielräume Ungleichbehandlungen einzelner Marktteilnehmer nicht möglich sind. Heftige Kritik erntete der Veranstalter von Seiten des Präsidenten des Verbandes Erneuerbare Energien Österreich, Josef Plank, der aus Klimaschutzgründen wiederholt die Einstellung der Förderungen von fossilen Energieträgern im Raumwärmemarkt forderte, was IWO-Chef Martin Reichard mit Hinweis auf die Förderung von ausschließlich hocheffizienten und somit umweltfreundlichen Brennwerttechnologien bei den derzeit rund 800.000 Ölheizungen in Österreich kategorisch ablehnte.

Nicht angesprochen wurde ein grundsätzliches Problem der Europäischen Union, nämlich, wie es überhaupt möglich sein kann, dass 28 Entscheidungsträger mit insgesamt 24 Amtssprachen eine europäische Integration schaffen sollen.