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Internationales Wiener Motorensymposium. Mit optimiertem Sprit und verbesserten Motoren zu effizienten Autos

Der weltweite Fahrzeugbestand wird in den kommenden Jahrzehnten von einer rasanten Zunahme geprägt werden. Bis 2050 wird die globale Anzahl von derzeit rund 900 Millionen auf zwei Milliarden Personenwagen anwachsen, vor allem einhergehend mit steigendem Pro-Kopf-Einkommen und Wohlstand in den Schwellen- und Entwicklungsländern. Strengere Emissionswerte werden weiterhin zu den Schlüsselfaktoren zählen, die die Mobilität in den wesentlichen globalen Märkten bestimmen.

Von diesem Szenario ausgehend, analysierte Dr. Werner Warnecke, Chefwissenschaftler von Shell in seinem Vortrag bei dem Wiener Motorensymposium die Option zukünftiger Kraftstoffe im Automobil.

Für die kommenden 15 Jahre sieht der Energieexperte eine Evolution der bestehenden Mobilitätssysteme, wobei der Aufwand für weitere Emissionsreduzierungen deutlich größer sein wird. Die Mineralölindustrie und die Autohersteller werden dabei mit vereinten Kräften zusammenarbeiten. Werner Warnecke geht davon aus, dass bis 2030 optimierte kohlenwasserstoffbasierte Kraftstoffe bei der Verbrennung in optimierten Hubkolbenmotoren Verbesserungen im PKW-Bereich ermöglichen. Optionen dazu sind verbesserte Biokraftstoffe und deren vermehrter Einsatz, Ottokraftstoffe mit angepasster Oktanzahl für höhere Wirkungsgrade im Ottomotor oder auch der Einsatz von komprimiertem Erdgas (CNG).

Shell rechnet damit, dass spätestens ab 2030 die fortschreitende Energiewende insbesondere in Schlüsselmärkten eine weitere Elektrifizierung der Mobilität erwarten lässt. Neben dem direkten Einsatz von „grünem Strom“ in batterieelektrischen Fahrzeugen wird die Umwandlung von Elektronen in „grünen Wasserstoff“ eine wichtige Rolle spielen.

Für Univ.-Prof. Dr. Hans Peter Lenz, Vorsitzender des Österreichischen Vereins für Kraftfahrzeugtechnik und Veranstalter des 36. Internationalen Wiener Motorensymposiums in der Hofburg hält sich die Begeisterung für rein elektrische Antriebe derzeit noch in Grenzen. Die Hilferufe nach staatlicher Förderung zeigen nämlich, dass die Kunden ein Fahrzeug, das eine kleinere Reichweite hat, nicht akzeptieren. Eine mögliche Ergänzung zum heutigen Verbrennungsmotor sieht Prof. Lenz bei Plug-in-Hybrid, wo das elektrische Fahren in Kombination mit einem Verbrennungsmotor das Reichweitenproblem löst, vorausgesetzt es gibt auch eine ausreichend große Anzahle von Tankstellen mit Strom aus erneuerbaren Quellen.