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Energie ist Leben. Leben ist Gesundheit

Bundeskanzler Sebastian Kurz in der Mitte, rund um ihn stehen die dänische Amtskollegin Mette Frederiksen, Israels Premierminister Benjamin Netanjahu und einige andere Personen.
Bundeskanzler Sebastian Kurz und die dänische Amtskollegin Mette Frederiksen im Gespräch mit Israels Premierminister Benjamin Netanjahu.
@ BKA

Der Vergleich macht sicher – so könnte man das Ergebnis des Blitzbesuches von Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz mit seiner dänischen Amtskollegin Mette Frederiksen in Israel übertiteln. Anlass war die Gründung einer gemeinsamen Stiftung für Forschung und Entwicklung zur Bekämpfung von Covid-19. Israel hat gerade beim Kampf gegen das Coronavirus demonstriert, dass ein modernes digitalisiertes Gesundheitswesen Daten produziert und Einsichten ermöglicht, mit denen sich unmittelbar der Einsatz knapper Ressourcen und damit die Versorgung der Bevölkerung besser steuern lässt. Durch die zentrale Auswertung der elektronischen Patientenakte seiner knapp neun Millionen Einwohner liefert Israel außerdem Erkenntnisse über die Effektivität von Impfstoffen, die selbst große klinische Studien nicht liefern können.

Medikamentenversorgung in Zeiten der Krise
Zuteilungsdiskussionen von Medikamenten wie jetzt in der EU sind nicht neu. Bereits 1946 mussten bei der Verteilung des zu wenig vorhandenen Penizillins Menschenleben gegeneinander gerechnet werden. In Österreich gab es keine Penizillin-Produktion und auch kein Know-how bezüglich Herstellung. Gleichzeitig war der Bedarf in den Nachkriegsjahren sehr hoch, denn das Antibiotikum wurde unter anderem bei der Behandlung von Lungenentzündungen und Kriegsverletzungen benötigt, berichtet Dr. Susanne Krejsa MacManus, Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. 

Die Parallelen zur heutigen Situation liegen für die Wissenschaftlerin auf der Hand. Es herrscht auch jetzt wieder ein hoher Medikamentenbedarf, an die großen Erwartungen geknüpft werden. Wie damals sind diese Heilmittel zwar vorhanden, aber nicht für jeden verfügbar, was an der Organisationsstruktur der EU und der föderal zerklüfteten heimischen Gesundheitslandschaft liegt. Auch die Überforderung des Versorgungsapparates generell wiederholt sich. Die Konsequenz davon muss eine Stärkung des österreichischen Gesundheitswesens und der Pharmaindustrie sein, denn Österreich darf bei der Medikamentenproduktion nicht abhängig von China oder anderen Ländern sein.